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Behandlung von Angstpatienten

Nicht nur bei Kindern, auch bei vielen Erwachsenen ist die Angst vor dem Zahnarzt weit verbreitet. Doch eine falsch verstandene Scham, sich damit der Lächerlichkeit preiszugeben, ist bei Zahnarztangst völlig unangebracht. Jeder Zahnarzt begegnet dieser Angst täglich. Kennzeichnend für einen guten Behandler sind Umsichtigkeit und Erfahrung, mit dieser Angst des Patienten umgehen zu können. Es sollte bedacht werden, dass sich der Zustand Ihres Gebisses und der Zähne mitunter dramatisch verschlechtern können, wenn diese mehrere Jahre unbehandelt bleiben. Bei einem schlechten Gebisszustand sinken Selbstvertrauen und Souveränität. Möglicherweise ist am Ende sogar eine große und teure Sanierung unvermeidlich, die eigentlich so nicht notwendig gewesen wäre.

Bei Angstpatienten ist das Vertrauen des Patienten in seinen Behandler das Wichtigste. Um das Vertrauen eines Angstpatienten zu gewinnen, muss dieser sich unbedingt ernst genommen fühlen. Ein umsichtiger, einfühlsamer Zahnarzt mit Erfahrung wird das Vertrauen seines Patienten gewinnen. In einem vertraulichen Gespräch wird diese Thematik eingehend erörtert, zudem erfolgt eine ausführliche Beratung, welche Behandlungweisen zum Einsatz kommen. Erst danach wird eine schmerzfreie Voruntersuchung durchgeführt.

Selbstverständlich ist auch unser Praxispersonal besonders im Umgang mit Angstpatienten geschult. Denn Einfühlsamkeit, Verständnis und Geduld sind die Grundpfeiler für den erfolgreichen Umgang mit Angstpatienten.

Das Drei-Stufen-Programm gegen Zahnarztangst

Das Drei-Stufen-Programm ist eine sehr bewährte Methode, die Zahnarztangst schrittweise abzubauen, damit die notwendige Behandlung durchgeführt werden kann. Dieses Programm findet seit Jahren in unserer Praxis erfolgreiche Anwendung:

In der ersten Stufe treffen sich Zahnarzt und Angstpatient zu einem Gespräch in einem Raum ohne Behandlungsgeräte. In diesem Gespräch wird dem Patienten ein geschützter Rahmen geboten, über seine Ängste und Erfahrungen zu berichten. Ziel dieses Gespräches ist, dass der Behandler dem Angstpatienten ein Stück seiner Angst nimmt.

In der zweiten Stufe findet eine Voruntersuchung des Gebisses bzw. der Zähne statt. Bei diesem Untersuchungstermin wird keinerlei Eingriff vorgenommen, es sei denn, der Angstpatient ist schon soweit, z. B. eine (schmerzfreie) Zahnreinigung vornehmen lassen zu können. Zu diesem Termin klären wir den Patienten über die Behandlungsmöglichkeiten auf, zudem darüber, welche Methoden sich bieten, der Zahnarztangst zu begegnen. Dazu gehören beispielsweise die Sedierung (Dämmerschlaf) oder auch eine Vollnarkose.

Erst in der dritten Stufe erfolgt die eigentliche Behandlung. Normalerweise hat der Patient dann seine Ängste so weit überwunden, dass eine Zahnbehandlung problemlos möglich ist, meist unter Zuhilfenahme einer Sedierung oder Vollnarkose. Die Sedierung, auch Dämmerschlaf genannt, führt den Patienten in einen schlafähnlichen Zustand. Die Reflexe bleiben aber erhalten. Der Patient erlebt dabei weder Angst noch Stress, außerdem unterbleiben Intubation und Beatmung, womit ein größerer Komfort ohne Verzicht auf Sicherheit erreicht wird. In schwierigen Fällen kann auch eine Vollkarnose in Betracht gezogen werden. Dazu wird ein erfahrener Anästhesist zu Rate gezogen. Das sanfte Einschlafen und ein schonendes Erwachen empfinden unsere Patienten als sehr angenehm und völlig stress- und angstfrei.